Das vom Landkreis zur Verfügung gestellte Foto der Kampagnen-Montage zeigt von links die Verwaltungschefs Jochen Ahrends (Holtriem), Rolf Claußen, Onno Brüling (Langeoog), Landrat Holger Heymann (Lk Wittmund), Helfried Goetz (Friedeburg), Harald Hinrichs (Esens) und Patrick Kösters (Spiekeroog), die gemeinsam auf die dramatische Finanzsituation der kommunalen Ebene aufmerksam machen.
Auch Wittmunder setzen Zeichen für Erhalt handlungsfähiger Kommunen
Bundesweit beteiligen sich heute (22.6.26) überall in Deutschland Städte, Landkreise und Gemeinden am Aktionstag „Kommunen am Limit“ – auch der Landkreis Wittmund und die kreisangehörigen Gemeinden Wittmund, Friedeburg, die Samtgemeinden Holtriem und Esens und die Inselgemeinden Langeoog und Spiekeroog sind dabei. Die Hauptverwaltungsbeamten der Wittmunder Kommunalfamilie senden somit ein gemeinsames Protest-Bekenntnis Richtung Berlin und Hannover.
Landrat Holger Heymann macht gemeinsam mit den Bürgermeistern Jochen Ahrends (Holtriem), Onno Brüling (Langeoog), Rolf Claußen (Wittmund), Helfried Goetz (Friedeburg), Harald Hinrichs (Esens) und Patrick Kösters (Spiekeroog) auf die dramatische Finanzsituation der kommunalen Ebene aufmerksam. Zusammen senden sie ein sichtbares Zeichen der Geschlossenheit. Sie fordern von Bund und Land umzusteuern, endlich zu handeln und wirksame Maßnahmen gegen die kommunale Finanzkrise zu ergreifen.
Die Finanzlage der Städte, Landkreise und Gemeinden in Deutschland ist dramatisch: Das kommunale Defizit lag 2025 bei rund 30 Milliarden Euro – ein historischer Höchststand, Tendenz steigend. Eine Hauptursache sind dabei steigende Sozialausgaben, die die Kommunen per Bundesgesetz leisten müssen, und bei denen in der Vergangenheit der Umfang und die Standards immer weiter erhöht worden sind.
Im Jahr 2025 etwa lag das kommunale Defizit des Landkreises Wittmund bei 8,9 Millionen Euro – eine Entspannung ist für die Kreisverwaltung nicht in Sicht. Die Gesamtschulden des Landkreises Wittmund beliefen sich laut Haushalt 2025 auf 27,4 Millionen Euro im Jahr 2020! Spiekeroog ist laut Haushalt 2026 zu Beginn des Jahres mit 4,5 Millionen Euro verschuldet.
Die Folgen dieser Negativ-Entwicklung sind auch für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort konkret spürbar und betreffen vor allem kommunale Aufgaben: Eingeschränkte Investitionen in Schulen, Infrastruktur und Daseinsvorsorge, weniger Spielraum bei freiwilligen Leistungen – und zunehmend die Gefahr, dass Kommunen ihre Kernaufgaben nicht mehr verlässlich erfüllen können – was die Bürger spüren werden.
„Wir stehen vor Ort für leistungsfähige Kitas, moderne Schulen, gut ausgebaute Straßen und Radwege, für gut ausgerüstete Feuerwehren und Rettungsdienste sowie für umfassende soziale Angebote, damit niemand unverschuldete auf der Straße landet – täglich und verlässlich. Aber die finanzielle Lage macht das immer schwerer“, heißt es in der Erklärung aus Wittmund. „Es ist deshalb richtig, dass wir heute gemeinsam ein klares Signal senden: Die kommunale Ebene braucht eine Finanzausstattung, die ihrer Verantwortung gerecht wird – und das muss beim Bund und beim Land Niedersachsen endlich politische Priorität haben“, fordert Landrat Holger Heymann.
Zum Hintergrund: Hinter dem Aktionstag stehen die drei kommunalen Spitzenverbände auf Bundesebene – der Deutsche Landkreistag, der Deutsche Städtetag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Sie haben Landkreise, Städte und Gemeinden in ganz Deutschland aufgerufen, sich mit eigenen Aktionen vor Ort zu beteiligen. Ziel ist es, bundesweit sichtbar zu machen, was viele Kommunen längst im Alltag spüren: Das kommunale Defizit lag 2025 bei rund 30 Milliarden Euro – ein historischer Höchststand, der sich strukturell verfestigt.
Die Kommunen und ihre drei kommunalen Spitzenverbände fordern deshalb von Bund und Ländern:
• Das kommunale Finanzierungsdefizit muss vollständig beseitigt werden. Dies kann über eine jährliche Soforthilfe, eine Erhöhung des kommunalen Anteils an den Gemeinschaftssteuern sowie notwendige Reformen in den sozialen Sicherungssystemen geschehen.
• Der Grundsatz „Wer bestellt, bezahlt auch“ muss sofort für jede Aufgabenübertragung oder
-ausweitung von Bund und Ländern gelten – mit einem vollständigen finanziellen und dynamisierten Ausgleich für alle Aufgaben, die den Kommunen von Bund und Ländern übertragen werden.
Strandhallen-Umbau erst 2027 / ’28
Entgegen der ursprünglichen Planung wird die Strandhalle ein Jahr später modernisiert. Parallel wird die Nordseebad Spiekeroog GmbH die benachbarte Strandsporthalle zu Wohnraum für die DLRG Wachmannschaft umbauen. Und ein B-Plan soll die Strandimmobilien an Spiekeroogs „Schokoladenseite“ absichern. Mehr in unseren aktuellen Printausgaben!
Lesen Sie außerdem in unserer aktuellen Nummer 9 / 2026 vom 20. Juni
– WM live in der Neuen ev. Kirche trotz Vorbehalte
– 1,6 Millionen Euro aus dem Bundessondervermögen für Spiekeroog
– Werftzeit der II verlängert sich um weitere 2 Wochen
– Beim Nordseelauf kann man sich noch vor Ort anmelden
Der nächste Inselbote kommt druckfrisch am 4. Juli (Nr. 10 / 2026)
Mit Startnummer 1 auf Platz 1
Bei der Seestern-Gedächtnis-Regatta am Pfingstsonntag segelten die beiden Insulaner Lasse Fock (re.) und Fynn Lauterjung mit „Tant Klara“ und Startnummer 1 auf Platz 1 bei den Piraten. Etwas mehr Wind hätte es schon sein dürfen! Foto: Katja Rucart
21. Himmelfahrtsturnier
Freitag startete bei Wind, Sonne und Schauern das Schlagballturnier über Himmelfahrt der Hermann Lietz-Schule. Rund 160 Aktive aus 9 Teams sind am Start. Nils Windoffer und Jonathan Altenhofen führten einen Fan-Marsch des Inselinternats zum Strand an. Das Team erwischte gegen Titelverteidiger Langeoog einen perfekten Start. Das Foto rechts zeigt Spiekeroogs Gästemannschaft beim Abschlag gegen Winterhude 2 aus Hamburg. Am Ende gewannen die Kieler Keulen das Turnier. Gastgeber Lietz erreichte Platz 4.
Maifest bei strahlendem Sonnenschein
Da stimmte ja mal wieder alles: Bei strahlendem Sonnenschein haben am 30. April Spiekeroogerinnen und Spiekerooger die drei bunt geschmückten Maibäume durchs Dorf getragen und aufgestellt: Zuerst waren die Kindergartenkinder (mit Hilfe der Eltern) und Schülerinnen und Schüler an der Reihe und stellten ihre Bäume auf der Dorfwiese auf. Danach folgten die Männer und hievten vor mehreren 100 Zuschauerinnen und Zuschauern ihren Stamm mit Lichterkette mit Kraft und Geschicklichkeit neben dem Rathauspavillon hoch. Der Posaunenchur spielte „Der Mai ist gekommen“. Dem ist nichts hinzuzufügen. Viele schöne Fotos sehen Sie in unserer Nr. 6 / 2026 vom 9. Mai auf Papier zum Festhalten und Teilen mit den Liebsten!
6 tolle Jazz-Tage
Das 19. internationale Jazzfestival Spiekeroog bot mal wieder alles, was sich Freundinnen und Freunde davon erwartet hatten. Der künstlerische Leiter und Boogie-Woogie Pianist Frank Muschalle sowie Tommy Kölbel und Ruben Franz von der Nordseebad Spiekeroog GmbH hatten ein Programm zusammengestellt, das die rund 500 Gäste und Einheimischen an den verschiedenen Locations begeisterte. Das Foto zeigt Marion & Sobo Band am Samstagabend bei Jazz in d’Dörp in der Leidenschaft. Auf ein Neues 2027: und dann gleich 11 Tage lang!
Osterfeuer bei Sonnenschein
Schön war’s! Um Punkt 18 Uhr entzündeten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr am Karsamstag das Osterfeuer. Zunächst qualmte es ganz schön direkt nach oben, kurze Zeit später stand der Berg mit dem gesammelten Strauchschnitt am Hellerpad in Flammen. Später flaute der Wind ab und drehte bei Sonnenschein auf Ost. „Halb Spiekeroog“ war mal wieder auf den Beinen, schaute sich das Feuer an, hielt mit der Nachbarschaft bei einem Bier oder anderen Getränk einen Plausch und konsumierte Erbensuppe und Grillwurst. Die Freiwillige Feuerwehr präsentierte ihren Fahrzeugpark, erstmals an Ostern mit dabei der Mannschaftstransportwagen und der Pick-up.
Wenn der Minister und der Juniorranger…
Sonnabend hat das Nationalparkhaus nach Umbau wieder eröffnet. Nach einem Festakt in der benachbarten Sporthalle der Lietz-Schule schnitten Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer und Spiekeroogs Juniorranger Hugo Brüggemann vor dem Eingang des Wittbültens das obligatorische rote Band durch – offensichtlich sehr zu Freude von der Geschäftsführerin der gGmbH Swaantje Fock. Über die feierliche Wiedereröffnung 20 Jahre nach Einweihung des damaligen Umweltbildungszentrums berichtet der Ibo ausführlich in der Nr. 4 / 2026 vom 11. April.
Wittbülten in neuem Glanz
Nach dreimonatiger Umbauzeit eröffnet das Nationalpark-Haus am letzten März-Wochenende wieder. Sonnabend werden rund 130 geladene Gäste erwartet, Sonntag sind alle Einheimischen und Gäste zum Tag der offenen Tür eingeladen. Geschäftsführerin Swaantje Fock freut sich schon auf den Wiederbeginn der neuen Ausstellung. Auf dem Foto setzt ein Mitarbeiter der Firma Modellbau Haus- und Raumgestaltung (Leipzig) ein Tiny-Haus auf das überarbeitete Insel-Modell.
Juist startet die fünfte Runde
Bevor der Saal die Hymne „Die 7 zum Verlieben“ anstimmte, überreichten die Spiekerooger Gastgeberinnen und Gastgeber von 2026 der austragenden Insel des 29. Treffens der Kulturschaffenden die offizielle Flagge. Vom 12. bis 14. März 2027 wird Juist das Fest ausrichten und damit die fünfte Runde von „Insulaner unner sück“ beginnen.
Familienfest der sieben Inseln
Voll besetzt war das Sportdeck an den zwei IUS-Abenden mit Bühnenprogramm von rund 25 Gruppen. Norderney, Juist, Langeoog, Baltrum, Borkum und Wangerooge boten in dieser Reihenfolge ein abwechslungsreiches Programm mit viel Musik, Tanz und Sketch. Die Frisia XI hatte am Freitag rund 150 Teilnehmende aus Juist und Norderney direkt nach Spiekeroog gefahren, wo die Gastgeber sie mit dem Posaunenchor begrüßten.
Wir sind bereit
Vor Ankunft der ersten (Langeooger) Gäste am Freitagnachmittag steht die Bühne für Insulaner unner sück – im Sportdeck für die Aufführungen und im Dorf fürs Rahmenprogramm. Die Sonne lacht schon mal vom Himmel…
Vorfreude aufs Kulturtreffen
Spiekeroog ist vom 6. bis 8. März Gastgeber der 28. Auflage von „Insulaner unner sück“. 423 Kulturschaffende von den anderen sechs Inseln werden erwartet. Fast 100 Freiwillige sind mit dem Fest in der Vorbereitung oder am Wochenende selbst beschäftigt. Anfang der ersten März-Woche begannen Spiekeroogerinnen und Spiekerooger das Dorf zu schmücken. Schon jetzt steht fest: das wird richtig bunt! Der Ibo blickt in der Nr. 2 / 2026 auf die drei tollen Tage!
„Elli“ tobt über der Insel
Seit Freitag (9. Januar) früh tobt Sturmtief „Elli“ über Spiekeroog. Gegen 10 Uhr gab es Böen von 88 km / h. Das sind 9 Beaufort. Der Sturm aus Ost sorgt überall auf der Insel für Schneeverwehungen. Für den Freitag hat die NSB die Schifffahrt abgesagt. Das Bild oben zeigt den Krankenwagen auf dem Wüppspoor auf dem Weg zum Hafen – „Elli“ pustet den Schnee von den Richelwesen permanent auf die Straße. Die Sicht ist stark eingeschränkt. Fotos von dem Unwetter sehen Sie in unserer ersten Nummer 2026 am 17. Januar.





















